Günter Wirth
Günter Wirth

1965:  Ingrid und Günter in Lucio Amelio´s Agency***

Ingrid Giese und Günter Wirth machten unverheiratet eine Reise nach Neapel und wohnten bei Lucio Amelio in einem Zimmer seiner

Agency of Modern Art.

 

 

b 1962: Ingrid und Günter in Lucios Agency. Links ein Plakat von Dieter Hacker der Galerie Wirth Berlin, rechts ein Pakat Günter Wirth aus der Ausstellung Günter Wirth in der Stuttgarter Ausstellung in der Galerie Tangente Stuttgart, sowie zwei aufgekla

Günter Wirth hatte 1962 mit einer neuen konstruktivistischen Serie begonnen, die amerikanische Museen als SIGNS bezeichneten. Als Lucio Amelio die Bilder bei einem Besuch in der Galerie Wirth in Berlin sah, machte er sofort einen Exklusiv-Vertrag mit ihm für seine  Modern Art Agency.

 

Günter Wirth machte für ihn ca. 30 Arbeiten auf mit farbigem Leinen bezogenen Neopanplatten und fertig

gerahmt mit dünnnen  Holzleisten. Die späteren Magnet-Metal-Rahmen, mit denen er sämtlich seirner Bilder rahmte, kannte er zu der Zeit noch nicht. Die auf Neoplanplatten aufgezogenen farbigen Buchbinderleinen waren beim Postpaketversand nach Neapel unempfindlich und Lucio hatte keine weitere Arbeit mit ihnen. Er stellte die Bilder als seine erste Ausstellung in seiner Wohnung auf dem Vomero in seiner Modern Art Agency aus. Sie war kein besondere Erfolg, denn das Publikum und der Bekanntschaftsgrad fehlten.  Aber er gewann den in Italien renomierten Kunstkritiker, Kunsthistotiker und Philosophen Achill Bonito Oliva aus Salerno, der später eine Dokumenta in Kassel ausrichtete, für einen langen  Artkel über Wirth, der in vier weiteren Ausstellungen in den Ausstellungskatalogen in Neapel, Florenz, Rom und Matera (Sizilien) als Vorwort erschien. Für seinen Einsatz kann ihm  Günter  nicht genug danken.

 

Als  Günter Wirth 1965  in Neapel war   besuchte er mi t Lucio Ameliio  die einzige Galerie Neapels, die  Galleria IL Centro.  Er kaufte einen Barisani und unterhielt sich mit dem Galeristen.  Sie vereinbarten einen gegenseitigen Austausch  von Künstlern ihrer Galerien.

Lucio,  der zu dieser Zeit noch nichts mit Kunst zu tun hatte,  machte zur Hilfe den Dolmetscher und zu Dritt machten sie den Vertrag. Günter Wirth  bekam von IL Centro Biasi, Pisani, Baricelli, Barisani und andere.  Günter Wirth schickte Thieler, Dilly, Rohrberg, Mass- nick, Damke  und von sich Tachistische Grafiken. 

 

.Am 18.Oktober 1965 stellte Lucio die bei Wirth gesehenen und leihweise mitgenommenen Dilly Gouachen mit dem Titel Ehef"Reisegeschichten" aus, die Heiner in Paris gemacht hatte.

 

Lucio konnte nicht mit Geld umgehen. Er selbst war großzügig, in Berlin hat er einem jungen Freund in der Kantstraße eine Eigen- tumswohnung gekauft, aber wenn wir zusammen ausgingen, war er oft ohne Geld und überließ die Bezahlung anderen.

 

Anfang der 60er war Günter Wirth mit seiner Freundin Ingrid Giese, seiner späteren Ehefrau, in Neapel und schliefen in der Modern Agency oben auf dem Vomero. Lucio trachtete danach aus der Agency eine Galerie zu machen. Zu dritt gingen sie in Neapel auf Suche nach geeigneten Räumen, fanden aber nichts, was ihnen besonders zusagte Erst 1975 gelang es Lucio durch Vermitlung in einem guten Teil Neapels die Räume zu finden und taufte sie in Galleria Lucio Amelio. Ingrid war an diesem Tag unausstehlich und Günter Wirth entschuldigte sich schriftlich aus Berlin  bei Lucio.. Zurück in Berlin erfuhr er im Treppenvorraurm durch eine Anzeige, daß genau an diesem Tag ihr Vater gestorben war. Er muß wohl  im Sterben an sie gedacht haben.

 

1963 wurde Lucio von einer Stuttgarter Exportfirma für Deutsche-Bauchemie-Produkte als Generaldirektor einer spanischen Nieder- lassung in Barzelona eingesetzt. Lucio siedelte dahin über. Er hatte Pesch und stürzte in ein Loch und mußte schwer verletzt für Monate das Bett hüten.

 

Günter und Lucio verloren sich eine Zeit aus den Augen. Wenn er in Berlin war, wohnte er meistens in Ostberlin.  Nach Berlin kam er  nur,  wenn er geschäftlich  dort zu tun hatte.  Bei seinem  letzten Besuch  bei Günter und Ingrid  im Erpelgrund 44 hatte er ihnen  von seiner Absicht,  eine Foundation zu gründen,  berichtet. Als Hilfestellung stellte ihm Günter Wirth  mit vielen Seiten seines ersten Bu- ches einen Katalog zusammannen und schickte ihm mehnrere Exemplare. Da sie aber u.a. drei Anzeigen enthielten,  kam er bei ihm Lucio schlecht an. " Eine Foundation macht keine Reklame ! ".

 

Lucio  hatte ein gewinnendes Wesen und keine Scheu auf Leute zu zugehen.  Er wollte immer hoch hinaus.  Er gründete eine Zweig- stelle der  Galleria Lucio Amelio im Quartier Latin in Paris.  Güntet Wirth wurde neugierig und da er die Adresse kannte  suchte er sie auf.  Er wurde sehr enttäuscht.  Die Galerie war keine,  nur auf dem Hinterhof e ines normalen Wohnhauses  war an der Brandmauer

ein großer Schaukasten befestigt, darin nur ein Bild, von wem, weiß er nicht mehr. Keinerlei Hinweise. Nichts ! Nur der große Kasten 

mit dem Bild an der nackten wand. Das war typisch für Lucio Amelio, immer hoch hinaus!

 

In Berlin hatte er sich mit einem Galeristenehepaar aus Westdeutschland zu einer Besprechung im Kampinsky verabredet und nahm Günter Wirth mit. Das Ehepaar saß mit halber Pobacke auf einem breiten Lederhocker und lauschte gespannt und andachtsvoll dem dozierenden Lucio zu.  Danach ging er mit Günter  in das Andenkenzimmer des Hotels und kaufte für Ingrid eine Riesenpackung der Hotelpralinen. 

 

Lucio war ein brillanter Redner und hatte ein gewinneres Auftreten.  Mit seiner Veranlagung als Schwuler kam er auch u.a. mit Beuys

und vielen bekannten amerikanischen Künstler in Verbndung.  Günter Wirth war gegen diese nur ein kleines Licht und für Lucio nicht mehr interessant.  Die jahrzehntelange  Freundschaft war zu Ende.  Zur Erinnerung  an ihn  bleiben ihm nur  die Fotos  von ihm  und seine Schallplatte. "La more - no!".

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Anfang der 60er  war Günter Wirth  mit seiner Freundin Ingrid Giese, seiner späteren Ehefrau, in Neapel  und schliefen in der Agency

of Modern Art,  die noch oben  auf dem Vomero  in einem Neubauviertel war.  Von hier aus  machten sie Ausflüge  ins Spacca Napoli,

zu den  Solfatana,  nach  Bagnoli,  Cuma,  Capri und  Pozzuuoli.

 

 

 

 

 

Als  Günter Wirth  in Neapel war   besuchte er mit  Lucio Ameliio  die einzige Galerie Neapels, die  Galleria IL Centro.  Er kaufte einen Barisani und unterhielt sich mit dem Galeristen.  Sie vereinbarten einen gegenseitigen Austausch  von Künstlern ihrer Galerien.

Lucio,  der zu dieser Zeit noch nichts mit Kunst zu tun hatte,  machte zur Hilfe den Dolmetscher und zu Dritt machten sie den Vertrag.

 

Günter Wirth  bekam von IL Centro Biasi, Pisani, Baricelli, Barisani und andere.  Günter Wirth schickte Thieler, Dilly, Rohrberg, Mass- nick, Damke  und von sich Tachistische Grafiken. Bei dem Vertrag mit der Galleria Il Centro half ihm Lucio Ameliio.

 

1965  fuhren  Ingrid und Günter  noch unverheiratet  nach Neapel  und wohnten  bei Lucio  in seiner  Modern Agency   oben auf  dem Vomero   Lucio Amelio  hatte duch Günter Wirth, seine Kunst und seine Galerie, Blut geleckt  und wollte  aus der Agency eine Galerie

machen, aber jetzt  unten in Neapel.  Er ging mit  Ingrid und Günter  in Neapel auf Suche  nach geeigneten Räumen,  sie fanden aber nichts geeignetes.  Erst 1975  gelang es Lucio  durch Vermitlung  in einem  guten Teil Neapels  die Räume zu finden  und taufte sie in Galleria Lucio Amelio.

 

Günter Wirth  hatte 1962  mit einer neuen konstruktivistischen Serie begonnen,  die amerikanische Museen als  SIGNS bezeichneten. Als  Lucio Amelio  die Bilder bei einem Besuch  in der Galerie Wirth in Berlin sah, machte er sofort  einen Exklusiv-Vertrag mit ihm  für seine  Modern Art Agency  und  Günter Wirth  machte für ihn ca. 30 Arbeiten  auf mit farbigem Leinen bezogenen  Neopanplatten und fertig gerahmt  mit dünnnen  Holzleisten. Die späteren Magnet-Metal-Rahmen,  mit denen er sämtlich seirner Bilder rahmte, kannte er zu der Zeit noch nicht.  Die auf Neoplanplatten aufgezogenen farbigen Buchbinderleinen  waren beim Postpaketversand nach Neapel unempfindlich und Lucio hatte keine weitere Arbeit mit ihnen.

 

Lucio  stellte die Bilder  als seine  erste Ausstellung  in seiner Wohnung  auf dem Vomero  in seiner Modern Art Agency aus. Sie war kein besondere Erfolg, denn das Publikum und der Bekanntschaftsgrad fehlten.  Aber er gewann den in Italien renomierten Kunstkri-

tiker,  Kunsthistotiker  und  Philosophen Achill Bonito Oliva aus Salerno,  der später eine Dokumenta in Kassel ausrichtete,  für einen langen  Artkel  über Wirth,  der in vier weiteren  Ausstellungen  in den Ausstellungskatalogen in  Neapel,  Florenz,  Rom  und Matera (Sizilien)  als Vorwort erschien. Für seinen Einsatz kann ihm  Günter  nicht genug danken

 

 

 

 

 

Als  Günter Wirth 1965  in Neapel war   besuchte er mit  Lucio Ameliio  die einzige Galerie Neapels, die  Galleria IL Centro.  Er kaufte einen Barisani und unterhielt sich mit dem Galeristen.  Sie vereinbarten einen gegenseitigen Austausch  von Künstlern ihrer Galerien.

Lucio,  der zu dieser Zeit noch nichts mit Kunst zu tun hatte,  machte zur Hilfe den Dolmetscher und zu Dritt machten sie den Vertrag. Günter Wirth  bekam von IL Centro Biasi, Pisani, Baricelli, Barisani und andere.  Günter Wirth schickte Thieler, Dilly, Rohrberg, Mass- nick, Damke  und von sich Tachistische Grafiken. Bei dem Vertrag mit der Galleria Il Centro half ihm Lucio Ameliio.

1965  fuhren  Ingrid und Günter  noch unverheiratet  nach Neapel  und wohnten  bei Lucio  in seiner  Modern Agency   oben auf  dem Vomero   Lucio Amelio  hatte duch Günter Wirth, seine Kunst und seine Galerie, Blut geleckt  und wollte  aus der Agency eine Galerie

machen, aber jetzt  unten in Neapel.  Er ging mit  Ingrid und Günter  in Neapel auf Suche  nach geeigneten Räumen,  sie fanden aber nichts geeignetes.  Erst 1975  gelang es Lucio  durch Vermitlung  in einem  guten Teil Neapels  die Räume zu finden  und taufte sie in Galleria Lucio Amelio.

 

Während der Suche  war Ingrid  an einem Tag unleidlich  und zu Lucio gehässig.  In der Nacht  war ihr Vater in Berlin  gestorben  und hatte sich  im Schlaf  von ihr  verabschiedet.  Die Todesanzeige  fand Günter  bei der Rückkehr  nach Berlin  an der linken Wand  des Hausflureingangs  von Ingrids  Wohnhauses.   Als das  Günter sah, war ihm  alles klar,  und er schrieb an  Lucio in Neapel   eine   er- klärende Entschuldigung.

 

Ingrids Vater hat nun nicht mehr die Geburt seines Enkels am 25.8.1978   erleben können.

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Lucio  stellte die Bilder  als seine  erste Ausstellung  in seiner Wohnung  auf dem Vomero  in seiner Modern Art Agency aus. Sie war kein besondere Erfolg, denn das Publikum und der Bekanntschaftsgrad fehlten.  Aber er gewann den in Italien renomierten Kunstkri-

tiker,  Kunsthistotiker  und  Philosophen Achill Bonito Oliva aus Salerno,  der später eine Dokumenta in Kassel ausrichtete,  für einen langen  Artkel  über Wirth,  der in vier weiteren  Ausstellungen  in den Ausstellungskatalogen in  Neapel,  Florenz,  Rom  und Matera (Sizilien) als Vorwort erschien. Für seinen Einsatz kann ihm  Günter  nicht genug danken.

 

Als  Günter Wirth 1965  in Neapel war   besuchte er mit  Lucio Ameliio  die einzige Galerie Neapels, die  Galleria IL Centro.  Er kaufte einen Barisani und unterhielt sich mit dem Galeristen.  Sie vereinbarten einen gegenseitigen Austausch  von Künstlern ihrer Galerien.

Lucio,  der zu dieser Zeit noch nichts mit Kunst zu tun hatte,  machte zur Hilfe den Dolmetscher und zu Dritt machten sie den Vertrag. Günter Wirth  bekam von IL Centro Biasi, Pisani, Baricelli, Barisani und andere.  Günter Wirth schickte Thieler, Dilly, Rohrberg, Mass- nick, Damke  und von sich Tachistische Grafiken. Bei dem Vertrag mit der Galleria Il Centro half ihm Lucio Ameliio.

 

Am 18.Oktober 1965  stellte Lucio in seiner der Modern Art Agency die bei Wirth  gesehenen und  leihweise mitgenommenen Dilly Gouachen  mit dem Titel  Reisegeschichten" aus, die Heiner in Paris gemacht hatte.

 

Lucio konnte nicht mit Geld umgehen. Er selbst war großzügig, in Berlin hat er einem jungen Freund in der Kantstraße eine Eigen- tumswohnung gekauft, aber wenn wir zusammen ausgingen, war er oft ohne Geld und überließ die Bezahlung anderen.

 

 

1963 wurde Lucio von einer Stuttgarter Exportfirma für Deutsche-Bauchemie-Produkte als Generaldirektor einer spanischen Nieder- lassung in Barzelona eingesetzt. Lucio siedelte dahin über. Er hatte Pesch und stürzte in ein Loch und mußte schwer verletzt für Monate das Bett hüten.

 

Günter und Lucio verloren sich eine Zeit aus den Augen. Wenn er in Berlin war, wohnte er meistens in Ostberlin.  Nach Berlin kam er  nur,  wenn er geschäftlich  dort zu tun hatte.  Bei seinem  letzten Besuch  bei Günter und Ingrid  im Erpelgrund 44 hatte er ihnen  von seiner Absicht,  eine Foundation zu gründen,  berichtet. Als Hilfestellung stellte ihm Günter Wirth  mit vielen Seiten seines ersten Bu- ches einen Katalog zusammannen und schickte ihm mehnrere Exemplare. Da sie aber u.a. drei Anzeigen enthielten,  kam er bei ihm Lucio schlecht an. " Eine Foundation macht keine Reklame ! ".

 

Lucio  hatte ein gewinnendes Wesen und keine Scheu auf Leute zu zugehen.  Er wollte immer hoch hinaus.  Er gründete eine Zweig- stelle der  Galleria Lucio Amelio im Quartier Latin in Paris.  Güntet Wirth wurde neugierig und da er die Adresse kannte  suchte er sie auf.  Er wurde sehr enttäuscht.  Die Galerie war keine,  nur auf dem Hinterhof e ines normalen Wohnhauses  war an der Brandmauer

ein großer Schaukasten befestigt, darin nur ein Bild, von wem, weiß er nicht mehr. Keinerlei Hinweise. Nichts ! Nur der große Kasten 

mit dem Bild an der nackten wand. Das war typisch für Lucio Amelio, immer hoch hinaus!

 

In Berlin hatte er sich mit einem Galeristenehepaar aus Westdeutschland zu einer Besprechung im Kampinsky verabredet und nahm Günter Wirth mit. Das Ehepaar saß mit halber Pobacke auf einem breiten Lederhocker und lauschte gespannt und andachtsvoll dem dozierenden Lucio zu.  Danach ging er mit Günter  in das Andenkenzimmer des Hotels und kaufte für Ingrid eine Riesenpackung der Hotelpralinen. 

 

Lucio war ein brillanter Redner und hatte ein gewinneres Auftreten.  Mit seiner Veranlagung als Schwuler kam er auch u.a. mit Beuys

und vielen bekannten amerikanischen Künstler in Verbndung.  Günter Wirth war gegen diese nur ein kleines Licht und für Lucio nicht mehr interessant.  Die jahrzehntelange  Freundschaft war zu Ende.  Zur Erinnerung  an ihn  bleiben ihm nur  die Fotos  von ihm  und seine Schallplatte. "La more - no!".

 

 ENDE