Günter Wirth
Günter Wirth

1962:  Manfred Rommel

Mit dem Umzug in eine Fünfeinhalb-Zimmerwohnung in der Charlottenburger Wundtstraße  nahe dem Kaiserdamm hatte Günter Wirth viel Platz für rseine vielen Hobbys. Eins davon war das Sammeln von Miniaturen, u.a. von WIKING-Flugzeug-Erkennungs-Modellen im Maßstab 1:200. Er hatte viele Freunde in der ganzen Welt von Canada über die USA,  Europa bis nach Japan. Besonders viele hatte er in den ehemaligen besetzten Gebieten des Großdeutschen Reiches, so im Reichsprotektorat. Wohin auch

Pelzer einen Teil seiner Berliner Wiking-Produktion verlegte. Die Flugzeugmodelle fanden nicht nur bei den Mitarbeitern großes Interesse. Nach 1945 war das Protektorat eine Fundgrube für die Sammler der 1:200  Wiking-Flugzeug-Modelle, besonders um Prag heum. Man konnte ganze Sammlungen erstehen, damit tauschen oder handeln. Günter Wirth gründete den CLUB 200 und gab in kleinster Auflage ein speriodisch erscheinendes Mitteilunsblatt für seine Sammlerfreunde heraus. Er kopierte seltene Modelle und

und schuf Modellfomen und goß diese mit sogenanntem Maikäferzin, der besonders hart war, aus. Die Modelle hatte er vor dem Ab- 

formen noch mit Propeller und Fahrgestell versehen, sodaß sie mitgegossen wurden. Das hatte bisher noch niemand gewagt. Die ausgegossenen Modelle hat er entgratet und poliert, die meisten von ihnen mit Tarnung bemalt oder gespritzt und mit Erkennungen und Hoheitszeichen versehen.

 

Seine Modelle fanden reißenden Absatz. Ende der 80er Jahre konnte sein ältester Sohn Jussuf Wirth bei einem Sammler in Floida noch Modelle seines Vaters bewundern.

 

Bei seinen vielseitigen Zuschrften lernte er Manfred Rommel 1962 kennen. Sie tauschten und handelten mit Original-WIKING-Modellen. Der Versand und die Korresondenz erfolgte zwei Jahre lang und endete 1963, als er noch nicht Oberbürgermeister in Stuttgart war.

 

Als Adresse diente immer Manfred Rommel, Salon Uschi (?), Stuttgart, ein Friseur-Laden. Manfred war 3 Jahre älter als Günter und  wärend er noch 1945 DJ-Pimpf war, trug Manfred bereits die Uniform eines Luftwaffenhelfers, kam dann zum Reichsarbeitsdienst und desertierte 1945. Das hatte er mit  Günter Wirth gemeinsam, der bereis noch vor ihm 1944 in Saalfeld, als das OKH (Oberkom-

mano des Heeres, Luftbildauswertung) aufgelöst wurde, sich vom DJV verabschiedete. Die Korrespondenz endete 1963, als er noch nicht Oberbürgermeister in Stuttgart war.

 

ENDE