Günter Wirth
Günter Wirth

1961: Paris, La Madeleine***

Günter Wirth  fühlte sich der Familie Kinkel  gegenüber verpflichtet  und als er einige Tage später wieder nach  Paris mußte,  um neue Aufnahmen  von  Sehenswürdigkeiten zu machen,  nahm er sie  mit.  Für Elfriede  war es  ein Highlight,  der Oberstudienrat   und ihre Tochter Dagmar  in Paris,  für Günter  war es  reine Routine,  da er jedes Jahr  vor Abreise  zu seinem  Atelier in Neapel  zuerst  nach Paris fuhr. 

 

In Paris  quartierten sie sich  in der Nähe der  La Madeleine ein,  einer außergewöhnlichen Kirche  in der Architektur  eines römischen Tempels.  In einem Gesclhäft  für Damen-Dessous  kaufte  Günter  ihr noch ein kurzes Babydoll,  daß kaum ihre Putzwolle bedeckte.

 

Am Morgen nach dem Frühstück entdeckte er,  da0 der Verschluß zwischen der Kamera und dem Stativ klemmte   Er nahm ein Stück Papier und malte  eine Flachzange drauf  und zeigte es der Vermieterin.  Die vestand und holte ihren Werkzeugkasten   Der Schaden

war schnell behoben.

 

An nächsten  Tag gingen sie zum Place Vendome, einem der fünf "Königlichen Platze" der Stadt. Sie liegt zwischen der Pariser Oper 

und dem Tuileriengarten  und hat in der Mitte des Platzes  die Vendomesäule,  die nach dem Vorbild der Trajanssäule in Rom gebaut

worden war. Ringsum des Platzes standen prächtige Bauten. So das Justizministerium, das Hotel Ritz, sowie luxuriöse Geschäfte für

Schmuck und Uhren.

 

Da  Günter einen Gesamteindruck  des Platzes  und die volle Größe der Säule haben wollte,  betrat er eins der Geschäfte und bat,  in das nächste Stockwerk  zu dürfen um, vom Fenster aus den Platz  aufzunehmen.  Man erlaubte es ihm  und als er  aus dem  Fenster

blickte, sah er, wie die unten auf ihn wartende Dagmar bereits von einem Franzosen angesprochen war. Eigentlich hätte das ihm eine

Warnung sein müssen.

 

Sie besuchten  in den kommenden zwei Tagen noch den Arc de Triompfe, das Panthéon  und das Hotel des Invalides. Leider sind die

Dias nicht mehr auffindbar. Dann ging es zurück in die Heimat, nach Berlin.

 

ENDE (Fertig gestellt am 21.1.2019).***