Günter Wirth
Günter Wirth

1959: Ostuni 

1959: V.Commandante Vincenzo Colaizzi della Polizia Urbana di Ostuni-Brindisi

Ostuni ist seit der Eiszeit bewohnt. Eine Siedlung wurde durch die Messapier gegründet und von Hannibal zerstört. Die Griechen bau-ten die Stadt wieder auf. Der Name Ostuni stammt vom griechischen Astes néon (Neue  Stadt). Als das römische Reich mit der grie- chichen Kolonie Lecce an die Normannen fiel, bauten sie auf dem Gipfel eine Burg, von der noch ein Teil vorhanden ist. 1507 erhielt

Isabella, die Herzogin von Bari, die Stadt und brachte sie zur Blüte. Ihre Tochter Bona Sforza errichtete entlang der Küste Türme zur Vetridigung gegen die Türken, die ständig besetzt wurde und durch Leuchtfeuer miteinander verbunden waren.

Der Gipfel von Ostuni mit Resten der Normannen-Burg

Günter Wirth kam  in der Dämmerung  mit dem Bus  aus Poligano a Mare  in Ostia an  und stieg  an der Piazza aus.  Sie war überfüllt

von Männern.  Alle trugen ein geschultertes Gewehr und sahen nicht gerade vertrauungsvoll aus.  Aber er entdeckte eine Gruppe von drei besser gekleideten Herren und ging zu ihnen.  Sie unterhielten sich  und wunderten sich  über den sich Nähernden,  der sie nach einem Hotel fragte.  Sie sahen sich verwundert an. Turisten waren noh nie in Ostia,  Hotels braucht man nicht,  man schlief bei seinen Verwandten oder Freunden.  Einer der drei Männer war zufällig  der Bürgermeister von Ostia. Er sprach mit einem Bekannten und lud Günter Wirth  zum  nächstem Morgen  zu ihm ins Municipio ein.  Der Bekannte von ihm   brachte Günter Wirth  zu einer Wohnung,  in der seine alten Eltern wohnten  Sie boten ihm  ihr gemeinsames Wohn- und Schlafzimmner an  und zogen solange in die Küche. Das war Günter  mehr als peinlich.  Er bot ihnen  einen Tausch an,  wollte ihnen  das Schlafzimmer  überlassen  und selbst  in der  Küche

schlafen.  Das kam für die alten Herrschaften aber auf keinem Fall in Frage.

La Piazza di Ostuni con il Municipio

Am nächsten Morgen  ging Günter Wirth zum Municipio.  Die Piazza war sehr belebt.  Der Bürgermeister stand im Kreise seines Con- siglios und stellte Günter Wirth zwei Poizeioffiziere mit einem Jeep zur Verfügung.  Er hielte ihn für einen Reporter. Die Polizisten soll- ten ihm alle  Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen. Und das taten sie auch. Günter Wirth  mußte sich nun aber  auch  den  Kndergar-

ten und das Altenwohnheim ansehen, was ihn überhaupt nicht interessierte. Er ließ es sich aber nicht anmerken.

 

Günter Wirth wollte die beiden Offiziere zu einem Espresso einladen. Als er ausgetrunken hatte,  am besten schmeckte ihm das Glas Wasser danach,  ging er zu der Dame  an der Kasse  um zu bezahlen.  "È gia pagato"  (Ist schon bezahlt).  Auch hier in Ostuni wie in Neapel beahlt die Polizei nie, nicht in den Verkehrsmitteln, nicht in den Bars

 

ENDE  (fertig gestellt am 4.8.2018)