Günter Wirth
Günter Wirth

1954: Lucio Amelio in Resina ***

1954: "Bürste" Günter Wirth mit Juliana Amelio, einer der vier Schwestern von Lucio Amelio in Resina

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Im Sommer 1954 fuhr Günter Wirth per Anhalter bis Hannover und mit dem Zug von dort bis Corso Umberto hinauf an der Universität

von Neapel vorbei. Der Haupteingang war wärend der Semesterferien geschlossen, nur der Nebeneingang in der Via Messocannone

war geöffnet. Im Voraum  auf der linken Seite war ein kleiner Raum. In der geöffneten Tür standen ein paar Studenten  und unterhiel-ten sich.  Ein Student sah  in Günter Wirth  einen  Deutschen  und sprach ihn  in gebrochenem Deutsch an.  Es war Lucio Amelio.  Er

reue sich einen Deutschen kennen zu lernen  und hoffte, von ihm etwas mehr Deutsch  zu lernen. Lucio und Günter wurden für Jahr-zente Freunde. Ihr  täglicher Umgang mit Günter Wirth  war für Lucio ein willkommener Sprachlernprozeß.  Für Günter Wirth aber lei-

der nicht,  denn dadurch lernte er nicht italienisch.   Einzig allein konnte er   den Neapolitanischen Dialekt in  sich aufnehmen und  so etwas Neapolitanisch sprechen lernen.

 

Lucio  wohnte bei seiner Mutter  und 4 Schwestern in Resina  einer Stadt über den Ausgrabungen  von Herculaneum.  Die am Tyrre- nischen Meer  gelegene kleine  Küstenstadt wurde  beim Ausbruch des Vasuv  total verschüttet  und 1707  von einem Bewoner beim  Ausgraben eines Brunnes entdeckt  und  seitdem  kontinuierlich  in zeitweiligen Abständen  ausgegraben.  Die Gebäude  von Resina wurden enteignet. 1969 wurde Resina ein Stadtteil von Neapel und erhielt den Namen Ercolano. 1954 fuhr Günter Wirth noch mit der Straßenbahn von Neapel nach Resina. Seitdem Ercolano (das alte Resina) ein Statteil von Neapel geworden ist,  fährt man schneller und bequemer in ca 150 Minuten   mit den Triebwagen  der Ferrovia Circumvesuviana  in Richtung Sorrent und Pompeji   nach Erco- lano. Die alte Straßenbahnlinie Neapel - Resina wurde abgeschafft. 

 

Resina hatte einen  schönen Badestrand  und Lucio ging  mit  Günter Wirth baden.  Lucio Amelio  genierte sich  wegen seiner enorm dünnen Beine,  Günter ebenfalls  wegen seines leichten Ansatzes  zu X-Beinen.  Man riet Lucio zu einem Bodybuilding was er auch Ende der 50er tat. Ob es geholfen hat, kann Günter Wrth nicht sagen, weil er ihn nie mehr unbekleidet gesehen hat.

 

Lucio hatte vier Schwestern.  Die ältteste war Marisa,  eine sehr schöne junge Dame, still und unauffällig, etwas kränklich aussehend.

Die zweite war Juliane, burschikos.   Ihr war Günter Wirth sehr zugetan  und es gibt ein gemeinsames Foto. (Siehe oben !).  Die dritte war Lina, die später die Foundation von Lucio leitete, die vierte war Anna, damals noch ein Schulmädchen.

 

Als Lucios spätere Sekretärin  in den 70er Jahren seine Arbeit  bei Wikipedia einstellte,  war Marisa  gestorben und sie wußte von ihr nichts und so hieß es in der Enziplication, daß Lucio drei Schwestern hatte. Günter hat dann über zwei Jahre lang bei Wikipedia gebraucht, bis aus drei  schließlich vier wurde.

 

1954: "Bürste" Günter Wirth mit Lisa Amelio, später Leiterin von Amelios Foudation

ENDE  (Fertiggestellt am 30.8.2018)