Günter Wirth
Günter Wirth

1954: Gertrud Brinkmann

Günter Wirth kam in Hannover mit der Straßenbahn zur Jugendherberge und setzte sich an einen langen Tisch um etwas zu sich zu nehmen. Da betrat eine junge Dame den Raum und setzte sich zu ihm an den Tisch.Man kam ins Gespräch, sie hieß Gertrud Brinkmann und war die Tochter des verstorbenen, aber bekannten Opernsängers Brinkmann und wohnte mit ihrer Mutter in einem kleinen Gartenhaus in Kirchrode, einem Stadteil von Hannover. Sie lud ihn zu einer Abendparty in ihrem Haus ein.

 

Günter Wirrh nahm die Straßenbahn nach Kirchrode. Er stand auf dem rüchwärtigen Führerstand und wundert sich, daß ein junges Pärchen ihn fortwährend anstarrte und  auf sein Jackettrevier mit einer Anstecknadel der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft sah. Das war für das Westdeutsche Wunderland eine Sensation.

 

Als er dann in Kirchrode und in dem kleinen Haus in dem Gertrud wohnte ankam, war die Party bereits im vollen Gange.Es wurde spät und später, und für die Unterkunft in der Jugendherberge viel zu spät. Als die Gäste gegangen waren, setzte sie Günter Wirth  in

einen Liegestuhl im Garten, die Nacht abwarten.

 

Am nächsten Tag begleitete Gertrud Günter Wirth zum Bahnhof. Der Zug stand bereits abfahrbereit da. Günter Wirth bewunderte als Eisenbahn-fan die Wagen, die noch in den alten FS-Farben waren, in dunkelbraun und isabellarot. 

 

Günter Wirth schrieb ihr aus Neapel einige Briefe und besucht sie bei seiner Rückfahrt nnach Berlin. Die Briefe von Kirchrode und Berlin gingen hin und her. Im kommrnden Jahr 1955 die gleichen Stops in Kirchrode und Günter Wirth übernachtete in ihrem Haus. Die Brinkmanns wurden eingeladen und Frau Brinkmann fuhr voaus. Gertrud sollte nachkommen und wollte sich umkleiden. Günter half ihr dabei, aber es ging schief und bald waren beide völlig entkleidet. Sie kamen beide den ganzen Tag nicht mehr aus dem Bett.

 

In den folgenden Jahren wurde bei Hinfahrt nach Neapel und Rückfahrt nach Berlin immer in Kirchrode ein Aufenthalt gemacht und Günter Wirth übernachtete bei ihr oder ihrem Cousin. Gertrud kam ebenfalls mehre Jahre lang nach Berlin zu Besuch. Günter schlief dann im Zimmer bei seinen Eltern und Gertrud im Wohnzimmer. Da Heinrich Wirth frühmorgens um 6 Uhr zu seiner Arbeitsstelle fuhr, konnte Günter ins Wohnzimmer und zu ihr ins Bett kriechen. Günters Mutter schlief immer lange und außerdem konnte sie ja nichts hören. 

 

ENDE