Günter Wirth
Günter Wirth

1954: Corda Fratres***

Günter Wirth´s Zweites zu Hause: Via Mezzocannone Nr.3

Die Begegnung  mit Vinceno und Ninetta  wird Günter Wirth  in ewiger Erinnerung bleiben.  Einen Tag danach  ging Günter Wirth  die Hauptstraße d es Bahnhofbezirkes,  den Corso Umberto, hinunter und kam an der Universität von Neapel vorbei.  Er wollte sich in ihr einmal umsehen und etwas erholen. Aber man mußte einen Nebeneingang  in der Via Mezzocannone (halbe Kanone) benutzen. Sie  hieß so, weil sie steil wie ein Kanonenrohr schräg nach oben führte. Günter Wirth betrat sie und begegnete im Foyer einigen Studen- ten,  die Mitglieder  von Corda Fratres, einer italienischen internationalen Studentenbewegung waren. Diese Bewegung war  1898 in

Turin gegründet worden. Ihre Ideologie  waren  das Ideol des Friedens, der Brüderlichkeit und der Solidarität  unter den Völkern  und besonders unter den Studenten aller Nationen.

 

Günter Wirth machte sich bekannt und als sie hörten, er würde in der unmöglichen Jugendherberge kampieren, berieten sie kurz und dann führten sie  ihn zu einem Haus  schräg gegenüber.  Es ging mit einem Fahrstuhl  bis zu seinem Ende  im vierten Stockwerk und 

dann noch zu Fuß  zum obersten fünften Geschoß,  einer Dachterrasse.  Sie klingelten  und sprachen mit einer alten Dame Esposito. Sie war schwerbeschädigt und ihr linkes Bein war unbekleidet  und man sah ihre Metallprothese.  Die Madame Esosito lebte mit ihrer Tochter und Enkelsohn allein  in der für sie zu großen Wohnung  und vermietete an Studenten,  die ihre Semesterferien zu Hause bei ihen Eltern  im Noonden Italiens verbringen wollten. Sie zeigte Günter Wirth ein Zimmer  gleich gegenüber der Wohnungstür und ver-

langte für drei Monate 35 Lire. Günter sagte zu und gab ihr das Geld.

 

Die Zimmer lagen in einer Reihe  auf der linken Flurseite und hatten alle zwei Zugänge, einen zum Flur und den zweiten zur Terrasse.

Günter´s Zimmer  war geräumig  und hatte zwei Betten. Es war leer bis auf die Schubladen,  in denen noch einige Utensilien der zwei Bewohner lagen.  Da die Türen nie geschlossen waren,  konnte man  in jedes hinein schauen. Zur Straße hin  hatte die Terrasse eine breite Mauer, auf der Günter oft saß  und zum Hafen und der Reede mit dem dort liegenden amerikanischen Flottenverrband sah. Die Wohnung hatte  weder ein Bad noch eine Toilette,  nur einen Raum  am Ende des Flures, der für beides  benutzt werden konnte. Das Klosett war lediglich mit einem Vorhang abgeschlossen. Er holte sein Gepäck aus der Jugendherberge und zog ein.

 

Von jetzt an  kam Günter Wirth von Jahr zu Jahr für 3 Monate nach Neapel  und in diese Wohnung  Sie war sein Atelier und  von hier 

machte er seine Studienfahrten nach Apulien, Sizilien und Tunesien. Frau Esposito redete ihn immer mit Signore Dottore, Ingenieure

Artista Professore  an.

 

1955 beham er dann mit, daß die Wohnung eine Absteige war  und den Anwohnern  und der Polizei bekannt gewesen war. Niemand störte sich daran. Wenn Günter  mittags mal unvermittelt zu seinem Zimmer wollte, mußte er vor der versclossenen Wohnungstür so-

lange warten bis sein Zimmer geräumt war.  

 

Eines Abends  brachte ein  Carabiniero  zwei deutsche Mädchen mit,  eine von ihnen  war wohl seine Freundin. Großmutter Esposito  wies ihnen  ein Zimmer  mit einem Doppelbett zu  und quartierte ihen Enkelsohn Iwanno (10) in Günters Zimmer um.  Günter fand es

nicht so gut und verschwand in das Zimmer der beiden Mädels und überlies Iwanno seins. Es waren nun drei Personn  in dem Raum

mit einem Doppelbett. Es ging hoch her in dieser Nacht  und am nächsten Morgen  war Günter  mit den Gebärden von Frau Esposito ein Held. 

 

Ein anderes Mal traf Günter Wirth  beim Nachhhause kommen auf dem Corso Umberto einen Deutschen auf Zimmersuche. Er nahm ihn mit zu Frau Esposito. Es stellte sich heraus, darß er ein Berliner war und in der Künstlerkolonie Wilmersdorf wohnte.  Er studierte in Berlin Pauke. Mit Iwanno verstand er sich prächtig und schickte ihm aus Berlin einen großen Baukasten. Ein Jahr später traf er ihn

vor Notre-Dame ihn wieder, als er die École de Paris studierte.

 

Bei den Corda Fratres  machte sich  Günter Wirth nützlich. Jeden Donnerstag um die Vormittagszeit  kam ein Zug  mit Studenten und Professoren aus Skandinavien  und Westdeuschland, die für eine Woche  zum Villagio auf Stromboli  und dann fürt eine Woche nach Sizilien wollten. Er sollte die Gruppe vom Bahnhof abholen,  den Corso Umberto hiunter führen  und in der Mensa  der Universität ab- liefern.  Wie immer gab es Spagetti. Günter  bediente sich hier immer  ausführlich mit Parmesan. War das Mittagessen bendet, so be-

gleitete er sie zum Hafen und dem Schiff nach Stomboli, wo die HfBK Berlin ein Haus mit Grundstück hatte, das Villagio Stromboli

 

Günter Wirh mußte für die Neapolitaner  den Dolmetscher machen. Die Westdeutschen sprachen  mit ihm  deutsch, die Skandinavier

englisch. Sie verstanden zwar  deutsch aber weigerten sich in deutsch zu antworten. Mit einer Dänin klappte es dann, aber die ande- ren, besonders die Schweden waren stur und obwohl der Krieg 9 Jahre vobei war, haßte man die Deutschen.

 

1954 hatte Günter Wirth die  Reisegesellschaft  nur immer bis zum Schiff nach Stromboli begleitet. Als sie hörten, daß er noch nie auf Stromboli war,  luden sie ihn 1955  förmlich  zum Aufenthalt  im Villagio ein.  Aber er hielt es in dem Haus  nur für eine Nacht aus.  Es wimmelte nur so von Mosquitos  und er machte sich nach dem Frühstück auf,  die Insel  zu erkunden.  Auf Stromboli  stehen die Häu-

ser meist  leer und offen da.  Kinder und Erwachsene  im arbeitsfähigen Alter  haben sie verlassen.  Die meisten Alten ebenfalls.  Auf der Insel gibt es keine Nahrungsmittel und kein Wasser. Alles muß per Schiff herbeigeschafft werden. Da die Insel auch keinen Hafen hat, muß es auf offener Rede ankern  und Passagiere und Nahrungsmittel  müssen mit  Ruderbooten  an Land gebracht werden. Das Wasser wird durch Schläuche in Zisterne gepumpt und was darin herumschwimmt ist unglaublich.

 

Auf Strombol  gibt es eine Krankheit  ´Stomaco di Stromboli´ (Bauchweh von Stromboli),  die  von Ärzten  in Catania  untersucht  wird. Europäer erkranken nach wenigen Tagen, Günter Wirth eerst nach 14 Tagen (siehe Blog Stromboli). Günter lernte den Bürgermeister 

Dorino Cinquotta  und den Marine-Kommandanten  La Motta kennen. Er durfte sich ein Haus auf Stromboli als Unterkunft aussuchen.

 

ENDE  (fertggestellt am 29,7.2018)

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