Günter Wirth
Günter Wirth

1954: Besuch der Eltern

 

Als Günter Wirth´s Eltern von der Venedigreise nach vierzen Tagen zurück kamen und ihren Sohn nicht vorfanden, wurde sein Vater

unruhig und buchte eine Fahrt nach Neapel um ihn zu suchen. Als das General Collin erfuhr, besuchte er seinen Vater und bat ihn, seinen Sohn auf die Fahrt nach Neapel mit zu nehmen. Seine Frau Violet, die Günetr als ihen zweiten Sohn ansah,  war während seines Autenthaltes in Neapel an Brustkrebs gestorben. Sein Freund Frederick sagte immer, sie hatte Krebse. Nun wußte General Collin mit ihm ohne Mutter nichts anzufangen. Als Attachée war er zu beschäftigt und war froh, daß Heinrich Wirth einwilligte. Clara Wirth genoß die Fahrt durch die österreichische und schweizer Bergwelt und regte sich auf, daß Frederich statt aus dem Fenster zu blicken, nur seinen Kopf in einen Comic steckte. Sie begriff nicht, daß er mit seinem Vater schon ganz andere Berge in Südamerika gesehen hatte.

 

Und so saß Günter Wirth an einem sehr sonnigen Tag auf der Türschwelle des Hauses Mezzocannone 33, wo er sein Atelier hatte

als ein Taxi die Straße heraufkeuchte und vor ihm hielt. Als die Türen geöffnet wurden kamen Frederick, seine Mutter und Vater heraus. Sie hatten in Berlin schon eine Unterkunft gebucht und so brauchte Günter sich nicht darum zu kümmern. Er zegte ihnen

seine Wohnung und machte sie mit den Professoren-Freunden der Uni bekannt, die ihn gerade wieder besuchten wollten. Wegen des deutschen Besuches zogen sie sich sehr bald zurück. Dann machte Günter mit den Eltern und Frederick einen Spaziergang durch die noch existierende Altstadt jenseits des Corso Umberto in Richtung Vincenzo und Ninetta. Auf dem Weg zu ihnen, immer 

umringt von einer bettelnden Kinderschar sprang ein Knabe Günters Mutter an und raubte ihr die Batterie für ihr Hörgerät aus der Blusentasche. Das Erschrecken war groß, was sollte sie ohne ein funktionierndes Gerät? Als das dann Vincenzo erfuhr, genügte ein Wort zu einem der Jungen, der verschwand und kam kurz darauf  mit der Batterie zurück..Die Situation war gerettet.

 

Der Besuch blieb für fünf Tage. Dann überredeten sie Günter Wirth zu einem Badeurlaub in Rimini. Günter war nicht abgeneigt, den er hatte bereits 1953 ein Bild ´Porto die Rimini´ nach einem vorhandenem Foto gemalt, das dann in der "Amerikanische Zeitung für Deutschland" veröffentlicht wurde und vom Kunstamt Berlin-Charlottenburg angekauft wurde. Nun konnte er Rimini persönlich ken- nen lernen. Günter Wirth war von Rimini entteuscht. Sogar die Straßenschilder waren in Deutsch. Sie machten noch einen Ausflug nach San Mario und fuhren zurück nach Berlin.

 

 

 

ENDE