Günter Wirth
Günter Wirth

1953:  Mein Freund Zille ***

1953: "Zille" links neben "Bürste" , rechts zwei Lehrlinge

1953 Günter "Bürste" Wirth  hatte am 18. Oktober 1952  seine Gesellenprüfung  bestanden   Er hatte sich bereits  noch als Lehrjunge mit einem Gesellen  angefreundet,  den keiner seiner Kollegen  mochte und  mit ihm nicht zusammen  arbeiten wolle. "Bürste"  kniete sich meistens neben im in den Kies und sie unterhielten sich bei dem ´Mussolini´ klopfen. Sie sprachen über sein Wohngebiet um die 

Wiesen- und Ackerstraße  (Ackerritze) heum .Eine berüchtigte Gegend,  in die sich nicht eimal  die Sturmabteilungen der SA  wagten.

Aus den  offenen Fenstern   wurden  über die SA-Kolonnen   die bereigestellten Nachttöpfe   mit  feuchtem und festem  Inhalt  ausge- schüttet.

 

Das  war für Günter Wirth  noch völlig Neues. Er wohnte ja  noch in den 30iger Jahren  als Kleinkind in Charlottenburg. Von "Zille " er- fuhr er mehr  und er wollte gern einmal diese Gegend kennen lernen.  "Zille" lud Günter zu sich  und in seine Wohnung ein  und nahm ihn Abends mit in seine Unterwelt. Das war für "Bürste" natürlich unwahrscheinlich interessant. Günter wurde in Gegenwart vom Boss

akzeptiert.  Wenn er mal   allein  gelassen wurde  sagte ihm "Zille" : " Wenn dich  jemand schief ansieht,  sage nur  ´Es grüßt  aus der

Destille Zille´. Und das klappte dann auch. 

 

Des Abends  gingen die Unterwäldner  ofi in die Keller  der Gebäude ringsum  und montierten die Kupferdrähte  der Lichtleitungen ab und die Bewohner mußten sich daran gewöhnen, ohne Licht zu sein. Aber sie hatten ja auch noch Petroleumlamppen und Kerzen.

 

ENDE  (Beendet 31.12.2018)***