Günter Wirth
Günter Wirth

1951: Sieglinde***

 

Günter Wirth  wurde mit seinen Eltern  am 8. April 1951  zu einer Einsegungsfeierlichkei von   Herrn und Fau Moewe  für ihre Tochter Sieglinde Moewe  eingeladen.  Günter Wirth  kannte weder die Familie Moewe  noch eine Sieglinde.  Sie wurde  am 6. Februar 1936 geboren  und ist somit vier Jahre jünger als Günter Wirth.  Mit vollem Namen heißt sie  Sieglinde Hildegard Erika Moewe.  Sie hat mit Günter Wirth  den gleichen Onkel  Erich Manske,  den Vater seines Cousins Arno Erich Ortwin Manske.  Erich war der Ehemann von Claras älterer Schwester Hanna, Günters Tante.

 

1951: Ganz links steht Waltraud Liebchen mit "Günter " Bürste" Wirth hinter Sieglinde

Links  auf dem Foto  steht Günter´s Mutter  Clara Wirth  hinter  dem  Vater von Sieglinde,  neben ihm  Sieglinde  nebst Mutter.  Ganz rechts ist   einrich Wirth  neben Sieglindes älterer Schwester  Irmgard "Irmchen", die leider sehr jung verstarb. Hinter Sieglinde  steht ihre Freundin Waltaud Liebchen mit Günter "Bürste" Wirth. Die junge Frau hinter Sieglinde und ihrer Mutter ist unbekannt.

 

Erich Manske  und seine ganze Familie  fehlen  auf dem Foto  und waren  wahrscheinlich  nicht eingeladen.  Ebenfalls  ist  Sieglindes Freund  Günter Kasbaum  nicht  auf dem Foto, da er  der Fotograf war.  Er hat später Sieglinde geheiratet  und ist mit ihr nach  Darm- stadt gezogen.

 

Günter Wirth,  damals noch Notstandsarbeiter  und wegen seines Bürstenhaarschnitts "Bürste" genannt  steht in der hintersten Reihe neben Sieglindes  Freundin  Waltraud Liebchen,  die er hier  erst kennen gelernt hatte. Sie muß mit  Sieglinde  etwa im gleichen Alter

oder etwas älter gewesen sein. Ihr Vater hatte eine Gartenbaufirma  und war ein Geschäftsfreund seines Vaters Heinrich Wirth.  Herr Liebchen hatte eine Gartenbaufirma und Heinrich Wirth arbeitete für ihn als Vermessungsbeamter. 

 

Während  der Feier  wurde Musik  verlangt  und da  nichts geeignetes  vorhanden war,  erbot sich Günter,  etwas aus  seiner  Patten- sammlung zu holen. Er seilte sich  mit Waltraud  von der Gesellschafhaft ab  und ging mit ihr  zu der elterlichen  Ruinenwohnung. Sie kramten  und suchten  zwischen den Platten  und  kamen sich  dabei näher.  In der Folge verabredeten sie sich  und trafen sich nach Dunkelheit   im   Charlottenburger Schloßpark  und  wenn   Günters Eltern   ins Kino gingen   im elterlichen  Wohnzimmer.

 

Einmal  hatten sie Pech.  Das Kinostückwurde geändert  und Günter´s Eltern  kamen unerwartet überraschend  zuück  und ertappten sie. 

 

Das Verhältnis  ging solange,  bis sich  Günter,  als er  drei Monate lang  mit einem  16jährigen  Lehrling   zum  Pflastern  von  Baum-

kränzen  für die  von den Engländern  für den  Baumlos  gewordenen Bezirk Wedding  gestifteten Bäumen  unterwegs war,  sich eine Infektionskrankheit  zuzog. 

 

Günter Wirth  hatte beim Urinieren  einen unangenehm riechenden Geruch  festgestell und suchte  eines Tages  in der Wilmersdorfer Straße eine Seuchenstelle  des Gesundheitsamtes auf, um sich untersuchen zu lassen.  Der Arzt fand aber nichts. Als Günter bereits erleichtert  das Untersuchungszimmer  verlassen wollte,  hieli ihn der Arzt zurück. Er hatte etwas  unter dem Mikroskop entdeckt  und

zeigte es seinem  Patienten.  Da war eine .Primärsyphillis zu sehen.  Nicht schlimm,  aber zur Sicherheit wäre eine mehrwöchentliche

Behandlung notwendig.  Günter Wirth biß  in den sauren Apfel  und trabte  morgens um 7 Uhr vor der  Arbeit bzw. der Schule zu dem Arzt. 

 

Er unterrichtete Waltraud davon und riet ihr,  sich ebenfalls  untersuchen zu laseen.  Ob sie es tat  oder nicht, weiß er nicht,  denn die Sommerferien kamen und damit seine Auslandsreisen. 

 

ENDE  (Fertig abgeschlossen am 27.1.2019)  ***