Günter Wirth
Günter Wirth

1951: 1. Mai 1951

Der 1. Mai ist seit 1886 ein arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag und wird auch Tag der Arbeit genannt. Damalds war es noch üblich, daß Arbeitgeber mit ihren Arbeiter den Tag gemeinsam feierten. Jeder Arbeiter oder Jugendlicher bekam einen Fünfer. Man feierte ihn auf dem Betribeshof oder in einer Kneipe. Auch die Notstandsarbeiter waren davon nicht ausnommen. Die Straßenbaufirma Otto Baumann feierte ihn auf ihem Hof umter einem Zeltdach an langen Tischen. Ein Polier machte den neben ihm sitzenden Chef, einen Regierungsbaumeister Dr.von Eye die Mitteilung, daß in seiner Truppe ein Abiturient sei. Das interessierte ihn nun und er ließ ihn an

seinen Tisch kommen und sich zu ihm setzen. Als er von ihm hörte, daß er vergeblich eine Lehrstelle als Maurer gesucht hatte und Architekt werden wollte, meinte er, daß es für eine Lehrstellensuche jetzt zu spät sei und er dabei nicht helfen könne, daß es aber egal sein könne war er lerne, denn er wollte ja danach studieren und bot ihm eine Lehrstelle als Steinsetzer in seiner Firma an. Günter Wirth war erfreut und nahm umgehend dankend an. 

 

Dr.von Eye ließ ihn einstellen und rechnete ihm die gane Zeit als Notstandsarbeiter an, sodaß er nur noch zwei Jahre lernen mußte.

Günter Wirth hörte, man könne die Abendschule besuchen und nach fünf Semestern eine Abschlußprüfung ablegen und sofort ohne Aufnahmeprüfung an der Ingenieurschule fü Bauwesen und gleich im zweiten Semester beginnen. Das bedeutete wieder ein halbes Jahr eingespart. 

 

Es wurde ein schweres Jahr für Günter Wirth, einmal, weil er nach dem Arbeitstag nach hause zum Abendessen und umgehend zur Abendschule mußte. Und das in Holzplatinen von Charlottenburg nach Wedding laufen. Die S-Bahn fur zwischen Beusselstraße und

Bahfof Wedding noch nicht, den Kanal zwischen Moabit und Wedding mußte man in einem Ruderboot überwinden und dann weiter-

laufen. 

 

 

 

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