Günter Wirth
Günter Wirth

1949: Gisela Rädicke***

Die Eltern des Unterprimaners Fritz Harmsen waren mit Gisela Rädicke befreundet. Als Fritz sie besuchen ging nahm er Günter Wirth

mit. Günter lernte  Frau Rädicke,  ihre Tochter Gisela und  den jüngeren Sohn Hans,  der einmal Musiker werden wollte,  kennen.  Bei Gisela und Günter mache es sofort Klick.

 

Die Rädickes wohnten  im vierten Stock eines  Eckhauses Kaminerstraße / Brahestraße, schräg  gegenüber  des Schulhofausganges

der Friesen-Oberschule.  Gisela stand oft auf dem Balkon und sah den herauskommenden Schülern zu.  Wenn Günter nach der 6ten

Stunde aus dem Schulhoftor kam und nach Hause ging,  winkte sie ihm zu.  Er war in der Folge fast täglich bei ihr und half ihr bei den Schularbeiten. Sie war Schülerin wie Fritz Harmsen in der Unterprima. In dieser Klasse waren außer den Jungen nur 3 Mädchen. Der

einen machte er einmal für das Fach Zeichnen ein gefordertes Werbeplakat.  Das dritte Mädchen war stärker gebaut und weitaus rei-er als ihre Kolleginnen,  ein unheilbar schlechter Umgang  für Gisela. Sie trieb sich  mit einer  moabiter Jungenklicke herum.  Auf dem dem  Pausenhof gingen sie zu zweit untergehakt und tauschten ihre Erfahrungen aus

 

Frau Rädicke hatte noch ein Kind bekommen und erhielt wegen drei Kindern Care Pakete und es ging ihnen verhaltnismäßig gut. Als Günter  eines Nachmittags  nach Hause ging,  drückte Frau Rädicke  ihm einen  alten Brotkanten  in die Hand.  Günter Wirth  ging im Treppenhaus  ein Stock  tiefer  und blieb  am Flurfenster stehen  und verschlang  den Kanten,  solchen großen Hunger  hatte er.  Vor Rührung  heulte er.  Die Familie  Rädicke  hatte  den selben  Hausarzt wie  Günter Wirth.  Eines Nachts  traf ihn  der Arzt  mit seinem Auto und lud ihn zum Mitfahren ein. Sie unterhielten sich lange und blieben noch eine gute Stunde vor seinem Haus stehen. Der Arzt erzählte von einigen Fällen, die ein unglaublich gutes Ende nahmen  und sie schweiften in religiöse Themen ab. Dann kam er  auf ei-

nen Kollegen  zu sprechen,  der von den Sowjets,  die um deutsche Ärzte für das  große Sibirien warben,  zu einem Besuch Sibiriens

eingeladen hatten  und begeistert zurück kam,  seine Praxis schloß,  seine Sachen packte und übersielelte.  Einen weiteren Kollegen hat er ebenfalls dazu überzeugt.  Nun war unser gemeinsamer Hausarzt am Überlegen,  es auch zu machen.  Er tat es  und überließ

seine Praxisräume einem von Günters Abiturkameraden, der gerade Zahnarzt gewoden war. 

 

Günter Wirth war weiterhin fast täglich bei den Rädickes und machte mit Gisela die Schularbeiten,  sie hatten immer eine Hand unter

der Tischplatte. Sie waren aber niemals allein. Als er Gisela zu einer Fete in einer sturmfreien Bude mitnahm,. wurden dort durch ein Gesellschaftsspiel Partner ausgewält,  die in einem  Nebenzimmer für kurze teit verschwinden konnten.  Kurt Schielbein, Sohn eines Lebensmittelhändlers und später  einer der Polizeidirektoren,  wählte Gisela  und verschwand mit ihr nebenan.  Zurück kam sie ganz verstört und schweigsam. Es war geschehen. Günter Wirth brachte sie nach Hause und sie sprachen kein Wort miteinander. Er hatte

sie verloren.

 

Gisela schloß sich noch enger an die reifere Schulkollegin an.  Sie hatten noch nicht ihr Abitur gemacht.  Günter war weiterhin bei ihr und wurde ihr Alibi gegenüber ihrer Mutter.  Wenn sie mit der Freundin zu einer moabiter Jungenklcke ausging,  dann schob sie stets

ihre Nutter gegenüber immer Günter Wirth vor, zu dem Frau Rädiche Vertrauen hatte.  Günter Witth war ihr Alibi und jeder  kann sich vorstellen,  wie ihm dabei  zu Mute war.  Sie ginen beide gemeinsan  die 4 Stockwerke  der Haustreppe hinunter  und  auf der Straße tennte sie sich von ihm uns ging zu ihrer Freundin und mit ihr zu der Klicke.

 

Günter wurde nach seinem Abitur 1950 Notstandsarbeiter und sie sahen sch nicht mehr. Er lit sehr unter der Trennung.

 

ENDE  (fertig geschrieben am 8.7. 2018)  FERTIG: