Günter Wirth
Günter Wirth

1945: RÜCKKEHR NACH BERLIN

 

Am Anhalter Bahnhof stiegen sie mit Hertaa Hoppe aus. Wie sah der Bahnhof aus!  Die wenigen Gleise lagen, die Mauern standen, das Dach war nur noch ein Stahlgerippe. Auf dem Bahnsteig erwarteten die Aussteigenden befreite Polen, sie sich Koffer und Gepäck der Ankömmlinge schanppten und es unter die  Wagongs hindurch auf  die andere Seite warfen, wo es flugs von Landsleuten auf- und weggeschafft wurde.

1945: Wieder in Berlin

 

Fassade des Anhalter Bahbhofs 1954

 

 

 

 Dann ging es durch eine einzige Trümmerlandschaft die nicht wiederzerkennen war

Das Haus wie es einmal war
So sah das Haus noch 1954 aus, als die Straße und Gleise wieder hergestellt waren und die Straßenbahn wieder fuhr

Irgendwie gelangt die Familie zu ihrem Haus. Es war ein Eckhaus Tauroggener Straße 40 / Ecke Mindener Straße 22. Der Teil in der Mindener Straße stand noch, Einschußlöcher und mit Holzbrettern vernagelten Fenster zeugten von den Kämpfen. Von dem Teil der Tauroggener Straße waren der Hausflur und der linke Gebäudeteil verschwunden. Der Schuttberg reichte etwas über den zweiten Stock hinauf.

 

Vom ehemaligen Hof und dem Schuttberg aus konnten man im dritten Stockwerk den hinteren Teil ihrer Küche sehen, die Küchenuhr hing noch an der alten Stelle, die Tür zur Speisekammer links daneben stand offen, in den Regalen standen volle Einweckgläser.

 

Da das Haus ein Eckhaus war stießen die beiden sehr langen Flure an ihrem hinteren Teil aneinander.Heinrich Wirth schlug von der

Mindener Straße aus ein Loch durch die beiden Brandmauern und man konnte nun hindurch krabbeln. Später erweiterten er das Loch und setzen eine Tür ein. Aber zuerst wies man den fünf Personen im ersten Stockwerk der Mindener Straße 22 ein sogenann- tes Berliner Zimmer zu.

 

ENDE