Günter Wirth
Günter Wirth

11.5. 1902:  Tante Charlotte Wirth

Charlotte Wirth (11.5.1902 -  ?  ) 

Charlotte "Lotte" Wirth, geb. Linke, wurde am 11.5.1902 geboren und ist im gleichen Alter wie Günter Wirth´s Vater Heinrich Wirth (20.7.1902-9.1.1978). Sie hatte einen Bruder Franz Linke. Ihr Vater ist  Otto Wirth (20.12.1889 - Dezember 1975).

  

Sie heiratete am 8. Mai 1926 mit 24 Jahen Otto Wirth und wohnten zusammen in Berlin-Mitte in der Kleine Rosenthaler Straße 2, einer ziemlich dunklen  Wohnung, an die sich Günter Wirth noch gut erinnern kann.  Die Wohnung gehörte Opa Arthur Linke und nach dessen Tot Lottes Bruder Franz Linke. Im April 1945 beging er mit seiner Familie, seiner Frau und zwei Töchter, eine Aktion der Selbsttötung, bei der er starb, aber seine Frau und beide Mädchen überlebten. Dank der Bemühungen polnischer Soldaten wurden alle drei ins Leben zurück geholt.

 

Charlotte kaufte 1937/38 ein 600 qm großes Grundstück von den Nachfahren der Humbodt, einer Familie ´von Heinz´ die noch heute im Scloss Tegel als Eigentümer leben.  Charlotte Wirth war also die.grundamtlich eingetragende Eigentümerin.

 

Das Grundstück lag zwischen der Sechserbrücke, einer reinen Fußgängerbrücke an der Enfahrt in den Tegeler Hafen und einem Park. Das Grundstück wurde mit einem sehr geräumigen Einfamilienhaus bebaut und die Familie Wirth konnte 1939 einziehen.

Die Straße hatte erst die Nr.145 und wurde später als Schickstraße getauft. Das Haus bekam die Nr. 10.

 

Es ist ein geräumiges Einfamilienhaus mit Keller und eingebauter Garage im Erdgeschoß. Der dort abgestellte Opel wurde nicht kriegsdienstlich verpflichtet. Ferner waren im Erdgeschoß und der ersten Etage ein Bad, zwei Toiletten und fünf geräumigen Wohnräume. Unter dem Dach war der große Trockenbodenraum bzw.ein zusätzlicher Ausbauraum.

 

Das Haus steht nach fast 80 Jahren noch, dürfte aber sehr renovierungsbedürftig sein. Als es verkauft wurde, lebte Charlotte bereits nach Ottos Tod im Dezember 1975 in einem Seniorenheim in der Clayallee

 

Im April 1945 wurde Tegel von den Russen besetzt und ihr Haus nach der Schändung von Lotte und Tochter  beschlagnahmt. Als die Franzosen die Russen in Tegel  ablösten, blieb es bis 1947 noch von den Franzosen  besetzt. Zu den wechselnden Einquartierungen der Franzosen hatte die Famie Wirth stets einen guten freundschaftlichen Kontakt. 

 

Charlotte wurde nach der Geburt ihrer Tochter sehr schwer krank und war lange bettlägerig. Man gab ihr die Schuld daran, und das auch noch die Ärztin nach 20 Jahren! Unverständlich. Ihre Tochter blieb ein Einzelkind und hatte keine Spiekameraden. Daß es dadurch kein inniges Verhältnus zwischen Mutter und Tochter gab, ist zu verstehen..

 

Sie verstarb am    ?  .                                                                                                                                                               

 

ENDE