Günter Wirth
Günter Wirth

1874:  Goßvater Carl Ölberg 

Johann Friedrich Karl Ölberg  wurde warscheinlich am 2.1.1874 (?) geboren.  Er war gelernter Tischler  und wohnte in der Charlotten- burger   Wilmersdorfer Straße 125.   Er heiratete  am 8.Juni 1895   in der Charlottenburger Luisenkirche  Luise, Johanne, Klara Klost,  (1.9.1874- 3.9.1965), die in Charlottenburg, Wilmersdorfer Str, 165  geboren war.  Karl und Luise zogen 1910 (?) nach Charlottenburg in ein Eckhaus Tauroggener Str.40  Ecke  Mindener Straße 22.

 

 

 

Die Wohnung  lag im 3. Stock  des Vorderhauses  Tauroggener Str.40  und hatte dreieinhalb. Zimmer.  Das halbe Zimmer,  die  soge-

nannte Mädhenkammer,  hatte Karl für sein Hobby,  der Aufzucht von Kanarienvögel gewählt.  Die Käfige  standen dicht an dicht  von der Flurwand   bis  zur Hofwand,  vom Fußboden  bis zur Decke  des Zimmers.  Er  nahm  seinen Enkel   Günter Wirth (2)   oft auf die Arme und brachte ihn den Piepmätzen nahe.

 

Luise und Karl hatten zwei Kinder,  zwei Mädchen. Johanna (9.1.1898-22.7.1972)   und Clara (5.10.1900-18.7.1988),  Günter Wirth´s

Mutter. Demnach war also Johanna 4 Jahre älter als Clara. 

 

Am 11.Mai 1929  heiratet Clara Ölberg   den Vermessungsbeamten  Heinrich Wirth.  Jungvermält ziehen sie in zwei Zimmer von Carl und Luises Wohnung ein.

 

Carl und Luise  übernahmen das dritte  nach vorn zur Tauroggener Straße gelegene Zimmer.   Der Durchbruch zum  nebenliegenden Balkonzimmer  wurde verschlossen und mit einer Tapete überdeckt.  Der Türeingang dahinter blieb offen.  Als gelernter Kunsttischler baute  und drechselte  Carl seine Wohnungsmöbel  selbst: Betten,:Schränke, Komoden, Tisch, Stühle und zwei Ventilatoren,  die alle den Krieg überstanden   und Luise nach seinem Tod  am  22.4.1934  weiter benutzte.  Leider  fielen die herrlichen Möbel   dann nach Kriegende,  als es kalt und dunkel in der Wohnung war,  dem Beil und dem Feuer des Ofens zum Opfer.  Schade, denn heute  wären

sie ein kleines Vermögen wert. 

 

Carl Ölberg  starb am   22.April 1934  in der Wohnung Tauroggener Straße 40  Luise blieb   in dem Zimmer  wohnen.  Erst als Günter für Schule und Studium ein eigenes Zimmer brauchte, zog Luise in das alte Käfigzimmer, das ehemalige Mädchenzimmer um, wo sie bis zu ihem Tot  am 3.September1965  in Carlottenburg, Tauroggener Straße 40 lebte.  Sie ist 91 Jahre alt geworden.  Heinrich Wirth hat für sie ein  Vierurnengrab eingerichtet.

 

Der offene Durchgang  vom Wohnzimmer zum Zimmer der Großeltern  war offen geblieben. Nach dem Tot  von Carl siedelte Luise in das kleinste der drei Wohnzimmer um. Der Durchbruch zum nebenliegenden Balkonzimmer wurde verschlossen und  mit einer Tape-te  berdeckt und ein großer schwerer Buffetschrank davor gestellt.  Der Raum der ehemaligen Verbindungstür blieb hinter der Verklei-

dung durch Wohnzimmerschrank und Tapete offen.  Den verbliebene Raum der leeren Türröffnung  baute sich Günter Wirth  zu einer Regalwand  für seine Eisenbahnfahrzeuge um. .

 

Luise starb am 3.September1965  mit 91 Jahren in Charlottenburg, Tauroggener Str. 40  Sie ist 91 Jahre alt geworden. Heinrich Wirth hat für sie ein  Vierurnengrab eingerichtet.

 

ENDE  (überholt und fertig)