Günter Wirth
Günter Wirth

1927: Onkel Erich Manske

Erich Manske ist warscheinlich im Jahr 1927 (?) geboren. Und starb am 7.12.1973 in Staaken (Falkensee)

Er heiratete Johanna Manske, geb. Ölberg. (9.1.1898-22.7.1972). Sie ist im Krankenhaus Nauen gestorben. 

 

Erich Manske hat eine Schwester Hilde und einen Bruder Kurt. Seine Schwester Hilde hat außer einer als Sozialfall verstorbener Halbtochter Irmgard Weidensee, geborene Vollbrecht noch eine Tochter, die am 6.Februar 1936 geborene Sieglinde Hildegard Erika Kasbaum, geborene Moewe.   

 

Sie wohnt mit ihrem Ehemann Günter Kasbaum in Darmstadt, Pupinweg 3 (Tel.: 06151 / 89 11 07). Wenn sie in Berlin ist, dann 744 72 27. Sie hat eine Tochter Claudia in Berlin leben.

 

Sein Bruder Kurt (Bäckermeister) hat 2 Söhne Peter und Wolfgang. Wolfgang Franz Manzke, geboren am 15.Dezember 1928 und

wohnhaft in Hofbinden (?) oder Hofbieber, Haus Türkenbund, App.26

 

Der Bruder (Zwillingsbruder ?) Peter Georg Manzke, geboren am 15.Dezmber 1928 wohnt in Queansland / Australien, 37 Kalara Street, Macleay Island 4184. Seine Tochter Kerstin Breidenbach wohnt in Berlin (803 14 16) Spanisch Allee 102b und hat alle Vollmachten ihres Vaters.

                     

Erich Manske wohnte mit Johanna Manske und ihrem Sohn Arno in Charlottenburg, Herschel Straße, einer Verbindungsstraße zwischen Brahe Straße und Kamminer Straße, die für den Autoverkehr gesperrt war. Arno Manske wurde am 14.3.1929 geboren und war somit 3 Jahre älter als Günter Wirth.

                       

Erich Manske war Beamter im Westberliner Rathaus Charlottenburg und kaufte oder Baute noch vor Kriegsausbruch ein kleines Einfamilienhaus in Falkensee mit einem Grundstück, das nach dem Krieg sowjetisch wurde.

 

Großmutter Luise mußte oft dort im Garten helfen. Sie kamen oft nach Charlottenburg und besuchten Luise Ölberg und die Familie Wirth. Als Westberliner Bamter im Rathaus Charlottenburg, aber im sowjetischen Falkensee wohnhaft bezahlte ihm der Senat von Berlin lediglich 20 % des Gehaltes   in Westmark aus, den Rest nur in Ostmark. Mit den 80 % Ostmark konnte die Familie in der DDR gut leben. Seine 20 % Westgeld legte er in Westberlin bei der Bank Gesellschaft Berlin an, wo sie nach Arnos Tot bis über 209 609  DM-Westgeld anwuchs. Darüber soll noch ein Schließfach (warscheinlich der Schuck seiner Frau Hanna) vorhanden gewesen sein, wovon Günter Wirth keinerlei Mitteilung erhielt. Alleiniger Erbe war Arno Manske.

 

Auch nach Kriegsende besuchte die Familie Manske öfters Großmutter Luise Ölberg und die Familie Wirth in der Tauroggener Str.40 solange noch, bis die Grenze geschlossen wurden. Nun durfte nur noch Erich als Pensionär allein fahren. Mutter und Sohn mußten als Geisel in der DDR bleiben.

 

Da eine direkte Busfahrt von Falkensee nach Spandau (Westberlin) nicht mehr möglich war, mußte Erich alleine auf einem großen Umweg mit der neu erbauten Umgehungsbahn um Westberlin herumfahren und auf dem Grenzbahnhof Friedrichstraße versuchen Westberliner Gebiet zu erreichen und zur Tauroggener Str.40 zu kommen.

 

Unter diesen Umständen ist es klar, daß seine Besuche bei seiner Schwiegermutter und den Wirths seltener wurden. Wenn er es

einmal tat, ging er meistens in das Zimmer von Luise und und schloß die Tür hinter sich zu. Später bekam Luises Tochter Clara  mit, daß er Luise anhielt, ihr Testament zu machen. Darin war zu lesen, daß sie nach ihrem Ableben ihre ganzen verbliebenen Möbel und das Geschirr den Wirths vermacht, ihre eventuellen Finanzen aber den Manskes. Als Heinrich und Clara mit Luise darüber sprachen, wollte sie ein neues Testament machen und mit Hiffe des Landgerichts und einer Angestellten, die sich über den Gesundheits- und Geisteszustand von Luise Ölberg zu informieren hatte, wurde ein solches gemacht.

 

Der Rentner Erich durfte nach Luise Ölberg`s Tot auch nur allein ohne Frau und Kind nach Westberlin zur ihrer Beerdigung fahren. 

Er erst nach der Beerdigung hat er von der Testamentsänderung erfahren. Die Familie Wirtn hat die Manskes nie wiedergesehen.

 

Erich Manske starb am 7. Dezember 1973 in Staaken (Falkensee):

Johanna Manske, geborene Ölberg, starb am 22. Juli 1972 im Krankenhaus Nauen.

Arno Manske starb am 26. Februar 1990 in einem Heim in Lobetal/Bernau.

 

ENDE